ECE-Label richtig lesen

 

Nachfolgend sind alle Informationen beschrieben, die typischerweise auf einem Kindersitz-Label eingetragen werden:

1– Produktname

2– Europäische Prüfnorm.

3– Universal oder Semi-Universa Gibt an, ob der Kindersitz in allen Fahrzeugen verwendet werden kann oder ob er Fahrzeugspezifisch ist.

4– Zugelassenes Köpergewicht des Kindes.

5– Kennung des Landes, in dem der Kindersitz geprüft und zugelassen wurde. 1=Deutschland, 2=Frankreich, 3=Italien, usw.

6– Prüfnummer Die ersten beiden Ziffern wiedergeben die Version des Teststandards, der bei der Prüfung des Kindersitzes erfüllt wurde. Es dürfen nur Kindersitze genutzt werden, die die mindesten nach der Version 03 geprüft wurden.

7– Hersteller.

 

 

Auf Materialien ohne Schadstoff achten

Bei der Anschaffung eines Kindersitzes sollte man ebenfalls auf die Materialien achtgeben. Sehr oft beschränken sich die Eltern auf andere Faktoren wie Sicherheit, Körpergröße oder Ergonomie. Jedoch sollte das Thema Materialien nicht zu kurz kommen, da sie Schadstoffe enthalten können.

In der Vergangenheit sind immer wieder Baby Produkte, darunter auch Kindersitze, durch die Tests durchgefallen, weil sie Toxische oder Krebserregende Stoffe wie Weichmacher beinhaltete. Es empfiehlt sich daher vor dem Erwerb eines Kindersitzes einen Blick auf die Test Ergebnisse des Stiftung Warentests zu werfen. Hat das gewünschte Produkt den Schadstofftest nicht bestanden, so ist von einem Kauf abzuraten.

Hat der Kindersitz im Schadstofftest gut abgeschnitten, so sollte man im zweiten Schritt darauf achten, dass der Kindersitz aus atmungsaktiven Stoffen besteht. Vor dem ersten Gebrauch wird empfohlen, den Sitzbezug gründliche zu waschen.

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I-Size Kindersitz richtig einbauen

Wie ein I-Size Kindersitz einzubauen ist, wird in dem nachfolgenden Video von Zwergperten Schritt für Schritt gezeigt.

 

Isofix-System richtig nutzen

In den meisten neuen Fahrzeugmodellen sind die Isofix-Halterungen zwischen der Sitzlehne und dem Sitzpolster eingebaut und mit Kunststoffklappen abgedeckt. Sollten in Ihrem Fahrzeug keine Kunststoffklappen mit Isofix-Symbol zu finden sein, so ist die Wahrscheinlich groß, dass sie versteckt eingebaut sind. In diesem Fall sollte man überprüfen, ob sich die Isofix-Halterungen nicht z.B. hinter Reißverschlüssen oder im Sitzpolster befinden.

Am Kindersitz befinden sich Isofix-Haken. Bei dem Einbau des Kindersitzes müssen diese zuerst in den Isofix-Halterungen des Fahrzeugs einrasten. Zweitens sollte man mit Hilfe der Farbänderung (meist von Rot auf Grün) des Signalsystems an Rastarmen des Kindersitzes sicherstellen, dass die Isofix-Haken richtig eingerastet sind. Als letzter Test sollte man den Kindersitz mit den Händen kräftig hin und her bewegen und sicherstellen, dass er starr bleibt.

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Auf das Side Protection System achten

Das Side Protection System (SPS) steht für eine Technologie im Kindersitz, die einen besseren Seitenaufprallschutz ermöglicht.

Konkret handelt es sich um im Kindersitz eingebrachte spezielle Schäume, die für eine Verstärkung der Teile um den Kopf des Kindes herum sorgen. Durch diesen verstärkten Schutz des Kopfbereichs werden die Kräften bei einem Aufprall von dem Kindersitz absorbiert, so dass das Kind keine gravierende Schäden erleidet.

Ohne den Seitenaufprallschutz im Kindersitz würde jeder Unfall zu Verletzungen des noch unreifen Kopfbereichs des Kindes führen, da dieser extreme Belastungen direkt ausgesetzt wäre.

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Kindersitzbezug reinigen

Selten denken wir Eltern daran, den Kindersitz im Auto zu reinigen. Jedoch verbergen Kindersitze viele Keime, die durch Essens- oder Flüssigkeitsreste entstehen. Vor allem sollten wir den Kindersitz im Auto regelmäßig reinigen, wenn wir unserem Kind das Essen während der Fahrt erlaubt haben.

Um unsere Kinder vor Krankheiten zu schützen, reicht es nicht aus, den Kindersitz ab zu saugen. Eine umfassende Reinigung erfordert auch das Waschen des Kindersitzbezugs. Dies wird am einfachsten getan, indem man den Bezug vom Kindersitz entfernt. Wichtig dabei ist es, sich genau zu merken wie der Bezug auf dem Kindersitz montiert ist, damit man ihn nach der Reinigung leicht wieder anbringen kann. Der Bezug soll in der Waschmaschine mit einem milden Waschmittel (ohne Weichspüler) gewaschen werden. Dabei ist die Waschmaschine auf „Kalt“ und „Schonwaschen“ einzustellen. Nach dem Waschen muss der Bezug an der Luft trocknen. Bevor der er wieder an dem Kindersitz angebracht wird, empfiehlt es sich den Sitz mit einem nassen Tuch und Reinigungsmittel zu wischen und ebenfalls an der Luft trocknen zu lassen.

 

Der Kopf des Kindes fällt beim Schlafen nach vorn

Wenn die Rückenlehne des Kindersitzes zu steil eingestellt ist, kann es passieren, dass der Kopf des Kindes beim Schlafen nach vorn fällt, da seine Körperspannung in diesem Moment nachlässt. Eine Abhilfe schafft eine genauere Einstellung der Rückenlehne. Die sollte auf die Ruheposition eingestellt werden, damit das Kind beim Schlafen nicht aufrecht sitzt. Ebenfalls sollte man sicherstellen, dass die Gurte ausreichend festgezogen sind, damit das Kind nicht locker sitzt.

Empfehlenswert ist auch ein flacher Einbau des Kindersitzes im Auto. Man kann hierfür z.B. auf einen Wedge zurückgreifen. Ein Wedge ist ein keilförmiges Kindersitz-Zubehör, das unter dem Kindersitz platziert wird, damit die Rückenlehne mehr nach hinten geneigt wird.

Auch ein Nackenkissen kann eine Lösung für das Vorfallen des Kopfs sein. Man sollte bei der Verwendung von Nackenkissen beachten, dass sie für den Einsatz im Auto entworfen wurden und dass sie zu dem Kindersitz passen. Das Nackenkissen sollte dann so gelegt werden, dass er den Kopf des Kindes von allen Seiten schützt.